Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle Amberg
Abenteuergruppe

Abenteuergruppe ** findet derzeit nicht statt**

Schon seit Jahren werden unter dem Begriff „aktionstherapeutische Maßnahmen“ Projekte unserer Beratungsstelle zusammengefasst, in denen in einer Gruppe von Kindern ein Zusammensein über  ein ganzes Schuljahr geübt wird. Es handelt sich dabei in der Regel um ein Treffen in zweiwöchigen Abständen. Als Abschluss wird ein intensives Zusammensein über mehrere Tage organisiert, wenn möglich unter Einbeziehung der kompletten Familien.
Mit diesem aktionstherapeutischen Ansatz versuchen wir Kindern Abenteuer und Erlebnisse in der Natur zu vermitteln und leiten aus dem gemeinsamen Meistern von Problemen in einer Gruppe Veränderungen für das Selbstwertgefühl für den Einzelnen ab.
Wir zielen dabei vor allem auf Kinder ab, die Probleme haben, in offene Gruppen wie Ministranten, Pfadfinder oder Sportvereine integriert zu werden. Dies geschieht oft aus unterschiedlichsten Gründen. Schwierigkeiten sich an Regeln zu halten, übergroße Ängste vor Gruppen, Angst vor Dunkelheit, Ablösungsprobleme von der Familie könnten beispielhaft genannt werden.
In den vergangenen Jahren haben wir ein Konzept von Maßnahmen entwickelt die angepasst sind an unsere Gegebenheiten vor Ort.  Fluss, See, Höhle, Klettersteig, dunkle Wälder und Burgruinen sind unser Erlebnisraum in nächster Umgebung. Miteinander Kochen, Hallenbadbesuch oder Kennenlernen heimischer Vereine wie Bogenclub oder Alpenverein mit Kletterhalle runden je nach Bedarf die Angebote ab. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für das Entgegenkommen dieser Vereine!
Ablauf:
Nor­malerweise wird eine neue Gruppe zu Beginn eines Schuljahres Ende September zusammengestellt. Gezielt werden über das Jahr hinweg aus unseren betreuten Familien Kinder auf einer Interessentenliste gesammelt. Ein wichtiges Aufnahmekriterium  ist die Bereitschaft der Eltern oder des Sorgeberechtigten Elternteils, aktiv mitzuarbeiten. Dies geschieht  in Form von begleitendenden Elternabenden, Einzelgesprächen oder auch der Teilnahme an einer gemeinsamen Gruppenunternehmung mit allen Familien.
Als Altersstruktur hat sich das Alter zwischen  acht und zwölf Jahren bewährt. Ältere Kinder haben andere Entwicklungsaufgaben und Interessen. Wenn möglich ist die Gruppe gleichermaßen mit Mädchen und Jungen besetzt. Genauso bestehen die Gruppenleiter aus gemischten Ge­schlechtern. 
Die Kinder müssen in einem Abenteuervertrag versprechen, regelmäßig teilzunehmen, auch wenn sie einmal keine Lust haben sollten oder die Unternehmung bei ihnen Angst auslöst. Ebenso ist die Teilnahme an der Eingangsrunde und Abschlussrunde jeder Unternehmung verpflichtend. Des weiteren gibt es weitere wichtige Regeln: Entfernung von der Gruppe nur nach vorheriger Absprache mit einem Gruppenleiter, schwimmen nur unter Aufsicht und erst frühestens eineinhalb Stunden nach der letzten Mahlzeit, Klettern nur mit Sicherung, Bootfahren nur mit Schwimmwesten.Immer wieder wird von Kindern und Eltern eine Fortsetzung der Maßnahme über das Jahr hinaus gewünscht. Wir folgen diesen Wünschen nicht da wir uns eher als Vorbereiter für andere, offene Gruppen sehen und auch aus Kapazitätsgründen dies nicht leisten könnten. Ein wichtiges therapeutisches Ziel sehen wir in der Vermittlung und Integration in Vereine und kirchliche Jugendgruppen vor Ort.


 
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